Retro-Computing · Power Mac Projekt

 

Ein Power Macintosh 7600 als Blindkauf

 

Ich habe diesen Power Macintosh 7600 „blind“ gekauft – ohne zu wissen, ob Logic Board, PCI-Slots und SCSI-Bus wirklich gesund sind. Genau deshalb war klar: Erst wird aufgebaut, dann wird getestet – und erst danach bekommt das System mein Vertrauen.

Das Setup in Kurzform

  1. •CPU: PowerPC 604 @ 132 MHz

  2. •RAM: 136 MB (32‑Bit‑Adressierung aktiv)

  3. •System: Mac OS 8.1 (US)

  4. •Massenspeicher: BlueSCSI Pico (mehrere virtuelle SCSI‑Volumes)

  5. •Grafik: ATI mach64 (2 MB VRAM) + Phase 5 G‑REX3D (Permedia 2) für Dual‑Monitor

BlueSCSI: moderner Speicher, klassischer SCSI‑Bus

Mechanische SCSI‑Platten sind für Retro‑Projekte oft der wunde Punkt: laut, warm, unzuverlässig – und nicht selten kurz vor dem Ausfall. Mit BlueSCSI Pico bleibt der originale SCSI‑Workflow erhalten, aber die Technik dahinter ist endlich stressfrei. Ich nutze mehrere virtuelle Festplatten auf unterschiedlichen SCSI‑IDs, sauber getrennt nach System, Tools und Daten.

→ Zum Detailartikel: BlueSCSI am Power Macintosh 7600

Grafik: zwei PCI‑Karten wie eine 90er‑Workstation

Für das typische „Pro‑Gefühl“ gehören für mich PCI‑Karten einfach dazu. In meinem 7600 stecken eine ATI mach64 für den klassischen Mac‑Desktop und zusätzlich eine Phase 5 G‑REX3D (Permedia 2). Damit läuft Dual‑Monitor bei 1024×768 stabil – genau die Art Setup, die früher in DTP‑ und 3D‑Umgebungen zu Hause war.

→ Zum Detailartikel: ATI mach64 & Phase 5 G‑REX3D

Hardware‑Tests: der Moment der Wahrheit (inkl. ROM‑Entdeckung)

Richtig spannend wurde es im Apple Hardware Test. Die Tests liefen sauber durch – und nebenbei passierte der Aha‑Moment: Das System meldete sich als Machine ID 67 (9500/9600‑Familie). Erst im ausführlichen Hardware‑Info‑Block war klar, warum: Dieser 7600 läuft mit einem 9600‑ROM – etwas, das ich erst durch die Diagnosen entdeckt habe.

→ Zum Detailartikel: Apple Hardware Tests & Diagnose-Log

Warum ich das dokumentiere

Retro‑Computing ist für mich nicht nur Nostalgie. Es geht ums Verstehen: Was steckt wirklich in der Maschine? Welche Upgrades sind sinnvoll – und welche Symptome sind nur „Testaufbau“ (z. B. der serielle Loopback ohne Kabel)? Genau deshalb schreibe ich diese Artikel: als nachvollziehbares Protokoll und als Inspiration für ähnliche Projekte.

Archivfreundlich: statisches HTML, keine Cookies, kein Tracking, keine Skripte.

© Frank Meiners · frank-meiners.de

Samstag, 24. Januar 2026

 
 
Erstellt auf einem Mac

Weiter >

< Zurück